Papiermanipulation Buch gefaltet

Wieder stand ein Geburtstag einer Papierbegeisterten an und wenn man schon Berge von Papier hat, freut man sich über noch mehr Papier. Zum Sortieren von kleinen Erinnerungsschnipseln , wie schnell ist man im Dings-Bums-Alter, ist dieses Teil gedacht. Ich habe davon schon drei verschenkt. Das Eis ist gebrochen.


Lange lange habe ich mit mir gehadert, ob man das machen kann -Bücher verarbeiten . ein Kulturgut, Schätze, die ich seit Kindertagen liebe und auch die, die hier doppelt sind, oft aus Zeiten, als die Papeirqualität wirklich zum Himmel schreiend lausig war, sind gute Literatur. Das Papier braun, die Zeilenabstände gering und die Schrift winzig, es mußte ja gespart werden. Heute ist eher umgekehrt: da wird aus einem profanen Text mit großem Zeilenabstand und schweren Papier locker ein kleiner Schinken. Romanheft im Nerz! Immer mal wieder habe ich eins genommen, überlegt und dann doch wieder zurückgelegt in die Kiste. Mit der Zeit ist die Ichmachdasdochmitbüchernnicht-Mauer in mir gebrochen, die Hemmschwelle kleiner geworden.
Für das Einsteckding kann man gut Reste von selbstgemachten Papieren verarbeiten, also ein Recyclingobjekt rundum.


Inzwischen gibt es Profis auf diesem Gebiet. Jason Thomson z.B. Dieses Buch konnte ich mal durchblättern, faszinierend und sicher etwas, was auch süchtig machen kann. Also lieber Finger weg. Phantasie und mathemische Exaktheit vereinen sich dort aufs Feinste.

Das einfache Falten geht flotter, als ich gedacht hatte. Formen und Muster dauern natürlich und exakt sieht natürlich noch mal besser aus. Hier bei meinem ersten Versuch, sieht man, dass man auch dafür Übung braucht .
Die Seiten waren so brüchig, dass selbst einfaches knicken Probleme bereitete. Naja und nebenbei lief ein Fußballspiel...




Kommentare:

Floh hat gesagt…

Hm, ich musste erst die Lupe holen, um die von dir beschriebenen Unregelmäßigkeiten überhaupt wahrzunehmen! Faltest Du jeweils eine Seite oder immer mehrere zusammen?
*floh*

Tally hat gesagt…

Abgefahren!
Beim unteren Bild habe ich erst kapiert, dass du die Seiten IM Buch faltest und nicht die Seiten des Buches woanders verwendet.
Nur wird das Buch nicht unförmig, wenn da soviel reingesteckt wird? Ich denke mit leisem Bedauern an meinen Farbkalender, in den ich jeden Tag ein Photo einklebte.

Was ist das Dings-Bums-Alter?
Hab ich das jetzt schon, weil ich soviel sammel ;-)

riKamo_de_Claudia hat gesagt…

very nice blog,have a good day from Tenerife!!!

amberlight hat gesagt…

Sehr schick ... war auch mal in der Handmade Kultur drin, oder? Aber meine Hemmschwelle solches mit Büchern zu tun, ist noch zu hoch ...

annemarie hat gesagt…

liebe kaze

ich kann dir so nachfühlen von wegen das buch "misshandeln".
ich hab mir so wunderschöne bücher mit alter schrift gekauft auf flohmärkten um sie so ähnlich wie deine zu verfalten. als ich es der einen verkäuferin erzählte, war sie so gar nicht mehr sicher ob sie mir die bücher übergeben will:-) dabei sind die resultate so schön.
deine wie all das was du erschaffst einfach besonders schön!

liebe grüsse
annemarie

kaze hat gesagt…

@ floh
Ja, jede Seite habe ich extra gefaltet. Ich glaube zu mehreren geht es nicht, weil sich das dann verschiebt, wenn das Buch noch als Ganzes ist.

@ tally
Gefaltet, kommt die Plastizität auf 180°. Als Reliefplastik macht sich das ganz gut.
Der kabaretist D. Hildebrandt hat das mal so schön gesagt, weil man irgendwann anfängt: na du weißt schon der Dings, der da in dem Film gespielt etc., weil einem der Name nicht gleich einfällt.
Das ist das Ding-Bums-Alter.

@ Annemrie
Mit schöner Schrift würde ich auch kein Buch verfalten oder verstalten. Aber manchmal hat man vielleicht auch ein Buch, durch das man sich gequält hat und weiß, ich lese es nie wieder. Das ist dann irgendwann vielleicht ein Kandidat. Aber prinzipiell zählt schon die erste Berufung eines Buches: LESEN

Patricia hat gesagt…

Liebe Kaze,
das ist ja eine geniale Idee und es sieht toll aus, schon alleine wenn es so offen liegt.
LG Patricia

Lucy in the Sky hat gesagt…

So ein Dings-bums-Sammelding hattest du vor einiger Zeit ja schon mal gezeigt - mir gefällt die Idee immer besser! Es gibt schon einiges zwischen Buchdeckeln, was wirklich nie mehr gelesen werden wird. Das ist doch so ein schönes Objekt für den Schreibtisch.

viele Grüße, Lucy

aurin hat gesagt…

Oh, nein, schon wieder so ne tolle Idee, die man unbedingt auch ausprobieren möchte... der Tag braucht mehr Stunden!

Manuela hat gesagt…

... Ich kann es einfach nicht ☺, seit ein paar Jahren (als ich das zum ersten mal sah, da war ich so fasziniert)möchte ich es tun ... und dann, dann doch nicht.
Ich kann es einfach nicht, dazu liebe ich Bücher doch zu sehr, noch nicht ... aber es juckt immer mehr in den Fingern ☺.

Lieben Gruß von
Manu

Manuela hat gesagt…

P. S. kennst du dieses Kunstwerk?

http://www.davidkracov.com/special-projects.html

wow, ich dachte da an Glas auf Papier ☺, wenn es nicht so schwer wäre *lach****

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