Anfänge über Anfänge, sizilanische Berge und Käfer

Das Thema der heutigen Stoffspielerei war : von der Natur inspiriert und da Natur immer am Wachsen und Entwickeln ist, bin ich sehr nah am Thema. Alles muß sich noch entwickeln, die "Samen" sind gesetzt, der Rest muß wachsen....
 
Das Insektenthema von Michaelas Mustermittwoch brachte mich auf eine Brosche, die ich fertigen möchte mit allen drum und dran, was so ein Käfer hat - Fühler, Beine, Flügel und ganz plastisch soll es werden. Glasperlen gibt es hier ausreichend. Noch kann sich mein Insekt nicht bewegen, wie man sehen kann, aber schon habe ich Lust davon mehr zu werkeln, weil mich die Gestaltung des Körpers wirklich reizt.Wie immer sehe ich sie schon komplett vor mir und wundere mich, dass es bis zum Ergebnis doch Zeit braucht.


 Würdet ihr so ein Teil tragen oder gibt es bei den meisten Befindlichkeiten wegen der Krabbeltiere?

Der zweite Anfang ist ein Tuch, leider auch schon eines mit stolpriger Geschichte. Hatte ich mir doch voriges Jahr eine Anleitung für ein Tuch gekauft, sonst werkle ich eigentlich meist nach eigenen Ideen, weil die Grafik mir sehr gefiel. Linientreu hieß es. Aber nachdem ich den richtigen Wollmix hatte, fand ich es nach einem gut gestrickten Stück unpassend . Das Tuch hatte ein komplett andere Rückseite, in meinen Augen unansehnlich, so dass ich alles wieder aufgetrennt habe. Bekleidung darf links und rechts haben, wenn ich aber bei einem Schal oder Tuch immer erst die Schauseite suchen muß, ehe ich es mir umlege, ist mir das zu umständlich.



So habe ich mich im Sizilienurlaub inspirieren lassen, weil die Wolle mit kurzem Farbverlauf genau der Farbigkeit der Berge zu dieser Jahreszeit entsprach. Abgeerntete Felder, Lavagestein von grau bis schwarz, verbrannte Berghänge - so stricke ich jetzt ganz nach Optik, Lust und Laune Sizilanische Berge mit verkürzten Reihen , mal links mal rechts. Es ist ein Experiment, ob es so frei wirklich funktioniert. Ich lege es immer wieder hin und schau mir die Täler an, die demnächst gefüllt werden müssen. Mit Wendemaschen wie bei der Bumerangferse bekommt man keine Löcher. Drei Knäule habe ich. Bin mir noch nicht sicher, ob es ein asymmetrisches Tuch wird oder nach 1 1/2 Knäul wieder abgenommen wird.



Wer sich heute auch noch von der Natur inspieren lassen hat, seht ihr bei Frau Siebesachen, die alle Links der Teilnehmer sammelt. Vielen Dank!

Das Oktoberthema lautet: Fäden auf Farbe und Gastgeberin ist Ute von 123-Nadelei

Mustermittwoch - vom Filter zum Falter

Im September geht es um kleines Flattergetier bei Michaelas Musterei. Eine geschenkte Packung alter Kaffeefilter für die Großküche war der Ausgangspunkt für meine Falter. Besonders spannend finde ich Nachtfalter, die bei mir heute farbig daherkommen dürfen.






 Viele Nachtfalter sind eher monochrom, haben aber ganz außergewöhnliche Fühler.



















Da noch ausreichend Filter vorhanden sind, hebe ich mir die eher unfarbige Variante für den letzten Mittwoch im September auf.

Sommerfreuden - la dolce vita

Die sommerliche Pause hier ist vorbei, der Alltag startet gleich mit ziemlich frischen Temperaturen, nach unserem warmen Inselurlaub, schon gewöhnungsbedürftig. In Sizilien war immer eine 3 vor der Null auf dem Thermometer.
So viele Eindrücke, so viele Freuden und Erlebnisse, hier ein paar wirklich kleine Splitter - wahrscheinlich würden die Fotos für mehrere Monate reichen





 Blick von der Normannenburg in Cacamo.


 In Petralia soprana


Viele schön gepflasterte Plätze mit Natursteinen 


Im Landesinnern in "Reichweite" des Ätna sind oft Lava und helle Steine raffiniert in Kontrasten verbaut.

Capella palatina in Palermo, eine überwältigende Pracht aus winzigen Mosaiksteinen aus dem 12 Jh.


Jede Stelle des Raumes war mit anderen Mustern geschmückt, in Ornamenten selbst, aber auch in der Kleidung der dargestellten Personen.

 Cefalú

Die wechselvolle Geschichte an Herrschern auf der Insel war mir vorher so nicht bewußt. Es existiert so viel nebeneinander, das ist beeindruckend.

Sanftes Meer, pralle Sonne, sehr hohe Berge, wilder Verkehr, winzige Gassen, so viele Kirchen und Kathedralen, tolle Ausstellungen, lecker Fisch, tolles Eis, süßes Obst, guter Wein, feines Olivenöl, immer Siesta, freundliche Menschen   - davon werden wir lange zehren.
Habt vielen Dank für die guten Wünsche, sie haben gewirkt!!!

Man kommt aus dem Sommer zurück und findet hier im Markt Pfefferkuchen, einfach unfassbar.

Jetzt werde ich mal wieder eine große Blogrunde drehen und schauen, was bei euch so los war.

Pausen müssen sein



























verschnaufen, vertrödeln, veratmen, verschlafen   - kleine Pause  - bis bald!

dunkle und runde Sommererlebnisse


Das war eine Woche mit sehr besonderen Erlebnissen,



 ein runder Geburstag und viel Backerei.



Töchting lenkt sich von Prüfungsvorbereitungen ab und macht der Frau Mama die Haare schön!



Geschenke werden eingelöst und wir verbrachten einen ungewöhnlichen und extremen Abend im Dunkelrestaurant "Sinneswandel". Ich konnte mir das nicht so richtig vorstellen, wie es wirklich funktioniert. Bedient wurden wir von einem blinden Kellner, der sich viel merken mußte. Wir haben lecker und besonders gespeist - uns nicht bekleckert oder reihenweise Gläser umgekippt,wie vorher befürchtet, aber die Anspannung war enorm. Man sitzt tatsächlich in einem  hermetisch vom Licht ausgeschlossenen Raum. Selbst Handys und fluoreszierende Zifferblätter von Uhren werden vermieden. Man sieht absolut nichts, gar nicht, nada!  Dem erste Drang " ich muß hier sofort wieder raus", habe ich widerstanden und dann kann man sich auf seine Sinne einlassen, aber es kostete auch Überwindung. Eine  Erfahrung der wirklich besonderen Art.






Am Wochenende gab es einen Ausflug mit erster Station am Senftenberger Schloß, welches später eine Festung wurde und jetzt als Museum und Standesamt genutzt wird. Mittag am See. Frische kühle 14°C ließen uns dann doch die Drinnenplätze nehmen, dabei gab es eine feine Terasse am Wasser.








Ziel war der  Kromlauer Park mit der sehr berühmten Rakotzbrücke, die viele von Kalendern kennen, die irre oft fotografiert wurde, aber kaum einer weiß wo sie ist. Mit ihrer Spiegelung ergibt sie einen vollständigen Kreis. Ein wunderbarer Landschaftspark im Nordosten Sachsens, der auch zu den größten Rhododendronparks Europas zählt, wurde vor reichlich 150 Jahren von einem Grafen angelegt. Die Blüte der gewaltigen Büsche ist längst vorbei, aber unser Ziel war die Brücke endlich mal in natura zu sehen. Das Wetter war so lala, für geniale  Naturaufnhamen nicht ideal, aber diese Brücke macht bei jedem Licht eine gute Figur. Im Herbst und im Winter muß das auch ganz besonders sein.


Neben Feldsteinen wurde Basaltgestein aus der Sächsichen Schweiz und aus Böhmen dafür geholt. Unvorstellbar wie lange solch ein Transport damals gedauert hat.Der Baumbestand ist prachtvoll und uralt, wirklich riesige Eichen und Buchen.




























Dieser war der einzige, der als Erinnerungssstück herhalten mußte. Was der so erzählen könnte?
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