Stoffspielerei - Shibori


Dieses Thema zu unserem experimentellen Stoffspieler-Monatsende mal aufzurufen, schwebte mir schon lange vor. So komme ich endlich mal dazu auszuprobieren, was ich nur vom Bild her kenne. Klar habe ich schon in den 80ern abgebundene T-shirts gefärbt, aber die Vielfalt und das Alter dieser Technik war mir damals ziemlich unbekannt.
Dieses Buch vom Hauptverlag war immer ein Genuß beim Betrachten und der eigentliche Anlass.

Klassisch ist natürlich Indigo, der tolle blau-weiß-Kontrast, aber ich wollte es gern  mit anderen Farben versuchen.Türkis und schwarz z.B. zumal ich keine großartige Waschküche o.ä. zur Verfügung habe und Färbeaktionen Platz, Wasser und Luft brauchen. Sinnvollerweise hätte ich das zu einer wärmeren Jahreszeit wählen sollen, zu spät.
Ein Experiment soll es auch noch geben mit  "Shibori verkehrt" !

Die Möglichkeiten Stoff zu falten, zu knicken und abzubinden sind grenzenlos.
Vier große Varianten fand ich:
Kanoko Shibori - abbinden, so dass Kreise entstehen

Stiched Shibori - abbinden , mit der Nadel durch den Stoff gehen
Arashi- Shiboro - Falten zusammenschieben auf einem Rohr 
Itajime- Shibori - Stoff falten und mit Holzstücken oder Plexiglas fixieren

Ich habe vor geraumer Zeite ein Pinterestboard dafür angelegt, welches ihr euch gern hier anschauen könnt.

Was meistens in Experimenten kleinerer Stoffstücke abläuft, schaffen japanische Profis für die Größe von Kimonos  mit einer Präzision, die einem große Ehrfurcht abringt. Hier ist es zu sehen.

Angefangen habe ich mit Ideen auf Papier für einen Stapel weißer Geschirrtücher aus Halbleinen. Die Qualität ist für den Gaststättenbedarf und ziemlich grobkörnig, nicht so fein wie das bei alten Tüchern der Fall ist.
Mit festem, aber feinem Leinengarn habe ich Muster gestichelt, die ich dann durch raffen und abbinden reservieren wollte.

Das sind die Quadrate von rechts oben, die nun zusammengezogen sind. Danach wurden die Zipfel abgebunden.




So sieht das Tuch von links oben zusammengezogen aus.
Die ersten zwei Tücher wanderten in den Türkissud. Das Färben ging problemlos, aber beim Öffnen des ersten Tuches war klar, das Garn ist zu dünn und dadurch zu durchlässig. Der Effekt bzw. der Kontrast war so gering, dass sich herbe Enttäuschung breit machte. An den Wicklungen sitzt man ja doch geraume Zeit.
So habe ich die nächsten türkisfarigen Bindungen  ohne zu öffnen neu mit viel stärkerem Garn überwickelt und ins schwarze Bad gesteckt. Fadenlösen ist übrigens wie Weihnachten! Der Effekt war großartig.



                                                                                                                                                                    
Beim nächsten Tuch habe ich Falten gebügelt wie Plissee und ganz eng über einen Glasstab gewickelt, diesen danach noch fest abgebunden, in den Farbeimer gestellt und beim Öffnen begeistert gehüpft. Die Grafik, die entstand, erinnert an Federn wie die Tochter fand.
Einen zweiten Versuch in dieser Technik habe ich mit der gleichen Flotte gemacht, wird nicht mehr so kräftig, aber das Jeansgraublau gefällt mir sehr.




Die Möglichkeit das auch noch zweifarbig zu tauchen, reizt mich sehr, aber wie bei vielen Techniken birgt das Suchtpotential, denn man möchte immer sehen, wie könnte das noch aussehen, wenn ich den Wicklung variiere .


 Aber die Versuche zeigen doch, dass man mit exakter Vorarbeit sehr raffiniert und platziert Musterungen erreichen kann. Nur gewöhnliches Abbinden wäre mir jetzt viel zu schnöde. Beide farben waren Batikfarbe von Marabu.

Die Wellenlinie ist total schön geworden, aber das Foto so miserabel, ich versuche es im Laufe des Sonntags zu ersetzen.





 PS: Das Experiment "Shibori verkehrt" wir nachgereicht, weil die Fotoaktion noch fehlt.

Ich freue mich auf meine Mitstreiter und ihre Ergebnisse! Wer zu diesem Thema einen Beitrag, Versuch  oder sogar ein fertig konfektioniertes Stück zeigen kann, meldet sich bitte per mail oder Kommentar, damit ich ihn verlinken kann. Vielen Dank!

Die monatliche Stoffspielerei ist eine Aktion für textile Experimente. Sie ist offen für alle, die mit Stoff und Fäden etwas Neues probieren möchten. Der Termin soll Ansporn sein, das monatlich vorgegebene Thema soll inspirieren. Jeden letzten Sonntag im Monat sammeln wir die Links mit den neuen Werken – auch misslungene Versuche sind gern gesehen, zwecks Erfahrungsaustausch.


Textile Werke zeigt viele der Shibori Klassiker in Kombination umd mehrfarbig
Frau machwerk hat wunderbare Kissen geschafft und an einem Oberteil experimentiert
bei Ines von Nähzimmerplaudereien könnt ihr tolle Werke in Rot bewundern
bei Siebensachen gibt es viele Versionen in Magenta
Christa von schnitt für schnitt hat herrliche Motive gestaltet und sogar vernäht
galerie der handarbeiten hat auch mit Seide gearbeitet
Frau Siebenschön zeigt viele feine Ergebnisse mit echtem Indigobad
Frau Nahtzugabe kann ein historisches Stück zeigen und die Anfänge für einen Rock
123-Nadelei hat fertige Kleidungstücke bemustert

Die nächste Stoffspielerei Ende April zum Thema: "seltene Techniken" findet  bei Suschna statt.


Bunter Freitag





In unserer Nähe ist ein Stück Grün gerodet worden wegen Baumaßnahmen. Von 4 verschiedenen Zweigen habe ich etwas mitgenommen und staune jetzt, was aus welchem Zweig hervorlugt. Das Einzige, was ich als botanischer Tiefflieger erkennen kann, sind Weidenkätzchen.


Überall habe ich Blaubeerkraut in der Wohung verteilt und hier stehen ein paar Tulpen drin. Herzlichen Dank liebe Ulrike, ich habe mich sehr gefreut über frühlingsfrische Grüße im Kasten.


 10 Tage Basenfasten mit Genuß geschafft, aber jetzt auch wieder Freude an Kaffee & Co.

 Für die sonntägliche Stoffspielerei große Wäsche gemacht.
Habt ein sonniges farbenfrohes Wochenende!

verlinkt zum flower friday

Mustermittwoch- Frühblüher gelegt

Heute ist mal wieder ein Tag mit zwei Posts, es kommt wie es kommt. Auf dem Arbeitstisch tummeln sich farbige Übungsblätter, Schnippelversuche in groß und klein und so gibt es heute schnell gelegte Muster. Ob die Teile nun im Mini-Buch verarbeitet werden oder nicht, werden die Betroffenen sehen. Bei so vielen Möglichkeitem, die ein Buch birgt, macht mich die Vielfalt der Gestaltungsmöglich-keiten gerade etwas kirre. Mehr Einschänkungen macht kreativer .






















mehr Bühendes vermustert bei der Müllerin

MMM - Frau Aiko

Obwohl die Nähmaschine fast auseinanderfällt, arbeitet sie noch, muß Kissen für die Tochterwohnung schaffen, Reparaturen und auch ab und zu ein Kleidungsstück. Frau Aiko wollte ich gern probieren. Ohne Taschen und mit etwas verlängertem Oberteil.



 
Alle Abschlüsse sind doppelte Säume, da der Ausbrenner-Jersey hauchdünn ist. Für den Halsausschnitt  ist der Stoff auf links, auf der Seite ist er schlicht grau. Das war auch die Kaufentscheidung bei der Restekiste im Karstadt, man hätte auch ein komplett graues Teil nähen können.
Es trägt sich super angenehm und ich fühl mich in der Farbe richtig wohl. Das wird nicht die letzte Aiko sein, die ja eigentlich für Gewebe gedacht ist. Genäht habe ich die 38 ohne Nahtzugabe.

Noch mehr Nähfröhliche hier

Pabierbatik in Mini - Farbspielerei

Mit der Vorrausschau auf kommenden Sonntag, bei dem es zum Shibori eine Stoffspielerei geben wird , hatte ich gedacht, ich kann sinvoll Faltmuster testen. Vor langer Zeit mit einer Klasse gewerkelt, fand sich noch ein Rest Batikpapaier. Das ist so dünn ist, daß man es nur mit der Pinzette auseinanderbekommt, wenn es feucht ist.



Ein weng kann man die Vorstellung schärfen, wenn man konkrete Musterungen sucht, aber im Stoff und entsprechendener Größe ist es eben doch anders, zumal hier 2 und 3 Farben unterwegs waren. Aber farblich ein Juchu im Märzgrau.

Verlinkt zum Creadienstag

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