Hemd gerockt - Stoffspielerei August

Wieder ein tolles Thema, was sich suschna für die August-Stoffspielerei  ausgedacht hat.
                                                        "Es war einmal ein Oberhemd"

Seitdem ich eine erste Patchworkdecke geschafft hatte, hebe ich auch alle ausgedienten Oberhemden auf, weil ich mal einen Beitrag einer Amerikanerin sah, die zeigte wie aus 7 Hemden eine große Decke werden kann. Die Anzahl an farbigen Hemden ist aber noch nicht zusammen.
Da mein Herz aber schon immer an schönen Stoffen hängt (und manche Teile sind auch mit besonderen Erinnerungen verknüpft), habe ich auch schon früher das eine oder andere Kleidungstück aufgehoben, auch wenn es nicht mehr getragen wurde. Man weiß ja nie! Dazu gehört auch ein  Oberhemd meines Mannes mit tollen Fischgratmuster aus den 90ern. Irre weit das Teil, unglaublich was man so getragen hat zu der Zeit!
Auf dieser Seite hat mich die Idee sofort begeistert, wie man ein Oberhemd in einen kurzen Rock umwandeln kann, bei dem die Ärmelschlitze gleichzeitig der Verschluss sind.
Mit der Fülle, die ich zur Verfügung hatte, mußte es nicht so knapp bemessen sein, außerdem ist der Stoff viel stabiler als gewöhnliche BW.






Ärmel abtrennen, Manschetten zerschneiden und die größere Seite abtrennen


Der Rockschnitt Norma aus der Ottobre war Hilfe für den Bund, den ich aus der Schulterpasse bekommen habe.





Die Ärmel waren so weit, dass eine Art glockiger Rock entsteht. Ich habe die komplette Weite ausgenutzt.Der Rücken des Hemdes reichte für das hintere Rockteil von "Norma"
Die Passe dafür ergab ein Stück vom Vorderteil. Es ist immer noch 1 1/2 davon übrig!



Wie man sehen kann, bin ich nicht ganz fertig geworden bzw unschlüssig, in welcher Länge ich das Ganze beende. Interessanterweise passen die zwei unterschiedleichen Rockvarianten angezogen recht gut.
Variante A: kürzen auf vordere Länge, Mitte Knie
Varinate B: kürzen , aber die Länge mit einem zweiten Stoff ansetzen, z.B.brauner Cord, so dass es unterm    Knie wäre. Für die große Saumweite reicht der verbliebenen Rest des Hemdes leider nicht.

Ich finde es unglaublich so viel Rockfülle aus einem Hemd bekommen zu haben und mir gefällt die Idee hinter die Knopfverschlüsse noch Taschenbeutel zu nähen. So deutlich wie auf dem Foto ist der Farbunterschied zwischen Bund und Rock in natura nicht.

Wie immer bin ich neugierig, was den Mitstreitereinnen so eingefallen ist und freue mich über die Aktion an sich , weil es wie immer Dinge sind, die schon lange warten ausprobiert zu werden und immer aufs neu vetröstet wurden.

Suschna sammelt die links an diesem Sonntag! Vielen Dank!

Die Kunst des Marmorierens

Wer Papier und Bücher liebt, entdeckt auch irgendwann die tollen Vorsatzpapiere in alten Exemplaren.Und wer Buntpapaiere selber macht, ist ganz vernarrt in diese Technik.
Im August gönnten sich die Freundinnen K+K.. ein tolles Wochenende im Thüringischen Artern, bei einem Kurs mit dem Handmormierer Dirk Lange. Zwei Tage voll Farbenlust, Experimentierfreude und Genuss am Probieren unter äußerst fachkundiger Anleitung.
Da dieses Handwerk nicht mehr so häufig hauptberuflich ausgeübt wird, kamen die 8 Kursteilnehmer von weit her.: aus München, Wien, Hannover, Schwerin  ...
Der Kursort selber war schon eine Schau für sich, eine alte Druckerei, die auch noch mit Bleisatz arbeitet!


Wir haben ganz klassisch gearbeitet auf einer Karagenmoosschlichte. Die wurde zwei Tage vorher zubereitet, schon dass gut hinzubekommen ist nicht leicht und mit viel Erfahrung verbunden, aber es ist wohl die beste Art zu arbeiten.


Pipetten, Ochsengalle, Wasser und Geduld im Anmischen der Farben und tupfen, hatten etwas Meditatives.





Eine Aufnahme mt Spiegelung von der Farbtupfern auf der Schlichte, bevor sie verzogen und mit Papier abgenommen wurde.


Ein andere Oberfläche nach erstem Verziehen, danach folgten weitere.Verrückt war, wie ähnlich einige Arbeitsweisen mit denen der Bearbeitung heissen Glases sind.



Wir waren alle so fleißig und haben selbst Pausen vergessen, weil es lockte, das nächste Blatt!




























Meine Ausbeute, mein Stolz, aber nun werden sie wohl erstmal ruhen, weil sie noch lange gestreichelt werden möchten, ehe sie in ein Projekt wandern. Kein Schnipsel wird da verschwendet werden!

Es war ein ganz besonderes Wochenende für uns und wer sich für diese wunderbare Art der Buntpapiergestaltung interessiert, dem sei der Kurs bei Dirk Lange empfohlen. Ein angenehmer und kompetenter Kursleiter. Arbeiten von ihm selber kann man auf der diesjährigen Grassi-Messe Leipzig bewundern und auch kaufen.

Mustermittwoch

Ich komme gerade mit allem kaum hinterher, es gäbe so viel zu erzählen, aber je mehr es wird, um so schwieriger der Wiederbeginn und manchmal erscheint mir die virtuelle Welt ganz unwichtig, obwohl ich ohne auch nicht mehr sein mag.
So ein fester Mittwochtermin erleichtert den Bloggeralltag wieder. Im August ist bei der Müllerin das Thema Folklore beim Mustern angesagt. Ein Wort für mich, was oft einen unangenehmen Beigeschmack hat.
In meinem Postkartenkasten gibt es eine, die schon sehr lange darin ruht und eine feine Erinnerung  an eine Reise nach Australien vor 20 Jahren ist. Mich haben damals in der Nationalgalerie in Melbourne besonders die Emu-Bilder fasziniert, die in dieser Technik ursprünglich mit farbigem Sand bzw. angerührten Erden verschiedener Töne für Feste und Rituale der Aboriginie entstanden. Im 20. Jh. haben dann einige der Ureinwohner Australiens angefangen in dieser Technik auch auf Leinwand zu arbeiten, so dass eine eigene Kunstrichtung entstanden ist.
Hier kann man jemand beim Arbeiten zuschauen. Ein ganz anderes Arbeiten finde ich, ganz meditativ aus dem Inneren heraus, scheinbar ohne Plan.



Darby Jampijinpa Ross    (121,1 x 91,5)    1987 ( da war er 82 Jahre) Hier kann man noch mehr sehen von den sehr besonderen Bildern dieses Mannes.





Farblich verfremdet kommen Elemente stärker. Wenn man diese Art Bilder riesig vergrößert, erhält man durch die Aufrasterung verrückte Strick-oder Stickmuster. Wenn ich mal Großmama bin, möchte ich gern so etwas versuchen.


Ferien Ahoi

In der letzten Woche ist ein Rucksack entstanden, der eigentlich die symbolische Verpackung für ein großes Geschenk war zu einem Jubiläum. Da es aber schöner war ihn richtig nutzbar zu machen, habe ich ihn so gearbeitet, dass die Enkel des Geburtstagskindes damit in die Ferien fahren können. Am Anfang steht bei mir oft eine Zeichnung, darüber kann ich meine Idee am schnellsten klären und mir über die Proportionen klar werden. Bis auf das Zugband hatte ich alles im Fundus. Die Wahl fiel auf eine klassische Marine-Kombi. Die Jeansqualität ist so schwer, dass keinerlei Verstärkung notwendig war.




Es hat alles ganz gut geklappt. 30 cm hoch, der Boden ist aus blauem Kunstleder, wie der Riegel vom Klettverschluss.





Es ist zwar schon spät , aber ich schicke es noch fix rüber zum Creadienstag

Post oder Post?

Das Leben tobt und ihr wißt ja, wenn es hier still ist...
Innerhalb von 3 Wochen 7 Geburtstage, 1 Hochzeit, 1 Abiball und 1x Krankenhaus. Meine Mutti ist inzwischen wieder zu Hause, aber die Aufregungen waren ausreichend für ein halben Jahr. Nicht bei allem war ich persönlich dabei, aber auch Päckchen und Briefe wollen verpackt und verschickt sein. Wie froh war vieles zum Zeitpunkt geschafft zu haben, hatte aber die Rechnung ohne die Post gemacht. So sind Dinge, die mit viel Energie pünktlich entstanden sind, sehr lange in der Warteschleife gewesen. Leider weiß man so etwas nicht vorher. Mit einem Pferd wäre ich schneller gewesen!

Nur bei wenigen Vorbereitungen habe ich an Fotos gedacht. Hier stand ein Geburtstag mit türkischen Buffet an und ich habe mich an Börek mit Spinat versucht, sehr lecker. Überhaupt ist die wirklich türkische Küche empfehlenswert , denn Döner & Co. haben damit nicht viel zu tun. Allerdings alles ziemlich zeitintensiv.



Hier ging es sehr romantisch zu:  Aus 25 Herzen verschiedenster roter Papiere ist ein Geschenk für ein Brautpaar entstanden, in dem auch die Namen der beiden "versteckt" waren.

Ein Geschenk zum 60. für M., die sehr gern schwarz trägt. Kam  leider auch erst 10 Tage später an. Ich hatte schon befürchtet, sie kommt gar nicht mehr an, da wäre ich sehr traurig  gewesen. Leidenschaftlich gern arbeite ich mit Twisties -verdrehten Glasfäden-  bei meinen Glaperlen, die sind einfach faszinierend und ermöglichen die verschiedensten Gestalungsmöglichkeiten.






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