Mustermittwoch - paradiesisch

Heute geht es zum Mustermittwoch  noch mal um paradiesische Genüsse, ehe ich mich auf das Sommerprojekt stürze. Vielen lieben Dank für die feine Vorbereitung!!!!!
Es gibt sogar einen WT - einen Waffeltag in Schweden im März und im August in den USA. Man kann einfach alles celebrieren.





Eine Bettdecke aus Waffeln? Ein bißchen Schlaraffenlandgefühle kommen da beim verweilenden Blick.



Und wer einen Tipp für weltbeste Waffeln hat, ich würde mich freuen. Wir haben so einiges ausprobiert, aber der Knaller war nicht dabei.

Durchzug bitte!

Für die gestrige Stoffspielerei hat das Zeit- und Ideenreservoir dieses mal nicht gereicht, aber die schnell herbeieilende Sommerhitze hat Durchzug nötig gemacht. Da wir auch Türen habe, die immer machen, was sie wollen, mußte nun endlich ein Stopper her.



Ein Rest Mangeltuch, ein weng Futter, weil der Vogelsand so fein ist, aber schön schwer. Losgenäht mit Pi - mal- Daumen-Plan. Den Henkel wollte ich eigentlich stabiler haben, damit man ihn schneller fassen kann. Das Rolltuch hat aber gar nicht so viel Stand wie erwartet und wenn dann schon der Sand drin ist, ist es zu spät. Dem Henkel mit dem Randtreifen vom Mangelstück und Kam-Snaps einen Schlips verpasst.



Nun klappt das mit dem Durchzug wunderbar.

Verlinkt zum creadienstag

in Schuhen ins Paradies ? Mustermittwoch

Ein Kalender, der mir fast jeden Tag ein neues Paar Schuhe zeigt, war Inspiration für den heutigen paradiesichen Mustermittwoch bei der Müllerin. Auf dem Weg zur neuen Sommerpostaktion kam das Paar wie gerufen. Über und über mit kleinen Glasperlen auf Leder gestickt von Chirokee, kann ich  mir ganze Landschaften vorstellen.




 Paradiesisch laufen kann man in Mokkasins sicher auch, samtweich wie barfuß, also könnten auch Schuhe selber ein Thema sein. Es wird spannend, denn es ist so wunderbar vielfältig interpretierbar!


Die unendlichen Socken

Ich habe schon ein paar mal erzählt, dass Strümpfe immer  Strickprojekte sind, die mich das ganze Jahr über begleiten, weil gut mitnehmbar und ich nicht friere, wenn ich stricke.
Im Januar habe ich ein paar Socken angefangen nach eigener Idee , weil ich das Grafische liebe, aber es ist ein Weg mit Hindernissen und bin immer noch nicht fertig.
 

Aufgezeichnet habe ich mir ein Zickzack auf Karopapier und losgestrickt. Nach circa 10 cm merkte ich, das geht niemals über die Ferse, ribbeln! Neu angefangen, wieder zu eng.Ribbeln!  Es ist so enorm, wie das Muster schluckt, jetzt bin ich bei 80 MA, sonst stricke ich 64. Tapfer hatte ich einen Strumpf fertig, nun sieht der zweite aber mit der Ferse ganz anders aus. Aus unerfindlichen Gründen ist die Ferse viel größer????? Ich habe x mal nachgezählt, die Maschenzahl war gleich, obwohl das auf dem Foto anders aussieht. Leider ist mir das aber nicht gleich aufgefallen. So habe jetzt erneut geribbelt und versucht es wieder auf die Nadeln zu bekommen. Wer schon mal ein zweifarbiges Strickstück getrennt hat, weiß wie pipelig das ist.
Nun hoffe ich einfach, dass es dieses mal genauso wird, wie beim ersten Strumpf. Denn eigentlich möchte ich endlich was anderes anfangen, wo man auch mal nicht hinsehen muß. Bei den zwei Farben und dem Muster muß man wirklich immer genau ein Auge drauf haben, sonst wird nix.
Grundsätzlich plädiere für Einsocken Paare.Nach der ersten bin ich nämlich ausreichend erfüllt vom Muster und muß mich zur zweiten immer heftigst überreden. Geht euch das auch so?
Wünsche euch ein feines Wochenende!

Als die Buchstaben laufen lernten


Diese Woche unternahm die Kalligrafiegruppe "Papiergeflüster" einen Ausflug nach Leipzig ins Museum für Druckkunst. In Leipzig-Pragwitz gibt es seit einigen Jahren ein Museum, welches eine große Sammlung Druckmaschinen beherbergt, sowie das Schriftgießen zeigen kann, die für das Setzen notwendig waren, bevor Offset- und Digitaldruck die Printwelt beherrschten. Ein Bogen von Gutenberg bis heute sozusagen, rund 550 Jahre Druckgeschichte.

Postkarte aus dem Museum, natürlich Handsatz.

Die Ästhetik der alten Maschine und die Arbeitsweise, die wir teilweise noch in Funktion sehen konnten, war beeindruckend. Wie komplex im 19.Jh bereits Maschinen gearbeitet haben, läßt einen staunen. Die Geschichten, die hinter der jeweiligen Entwicklung der Maschine stecken nicht minder, durch eine Führung haben wir viel erfahren. Alte Setzer konnten ihr Wissen an junge weitergeben, auch wennn es nur im Museum aktiv genutzt wird, so geht doch solch Wissen wenigstens nicht verloren.

 Zum Schluß stand jeder an einem Setzkasten und konnte ein Zitat oder ähnliches "zusammenbasteln", denn das trifft es am ehestens. Klitzekleine Buchstaben im großen Setzkasten finden, an die richtige Stelle plazieren , da ja seitenverkehrt, klingt lächerlich einfach, hatte aber seine Tücken. Beim Füllen der Leerstellen bekamen wir Hilfe.




 Ich stand  bei der Times, die ich sehr schätze und habe beim ersten Drucken zu heftig am Rad gedreht, so dass eine Erschütterung entstand, die die Dopplung verursacht hat. Ein Zitat von Oskar Wilde war meine Wahl und ich habe dann erst später gesehen, wieviele falsche Buchstaben ich gegriffen hatte.

Oben und unter gedruckt, Mitte zeigt die Druckplatte
In einer Ausstellung wurden "Gedruckte Werte "- Aktien gezeigt. Die extrem aufwändig gearbeiteten Papiere waren schon kleine Kunstwerke, die einen staunen lassen in ihrer präzisen Feinheit.
Prächtige Schiffe, rauchende Schornsteine, fauchende Krokodile - historische Aktien entführen  in eine reiche Bilderwelt. Auf diese Weise wurde das Unternehmen sichtbar. Neben exklusiver Rahmengestaltung transportieren vorallem Bildinhalte Botschaften der Firmen.
Geblieben ist von dieser Art Wertdruck nur noch ein wenig auf Geldscheinen und auf Steuermarken der Zigaretten.

Es war ein sehr informativer Tag, der mal wieder gezeigt hat wie wichtig es ist, altes Wissen und Handwerk zu bewahren und welch ein riesengroßer Unterschied in einer handgesetzten Schrift zu jeder Computerschrift besteht. Sowohl von der Arbeit, als auch von der Ästhetik.


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